IMES

Aus IMES wird Integration@Partizipation.NDS11.04.2010

Erfolgreiches Integrationsprojekt in der Region Hannover wird landesweit ausgeweitet.

Fähigkeiten im Umgang mit digitalen und interaktiven Medien sind Schlüsselkompetenzen in der demokratischen Wissensgesellschaft. Das Projekt IMES der Projektwerkstatt Umwelt und Entwicklung e.V. engagiert sich seit sieben Jahren erfolgreich in der Vermittlung von digitalen Kompetenzen an Migranten. Eigens geschulte Mentoren bieten an Orten wie Stadtbibliotheken, Kultureinrichtungen und Migrantenorganisationen in Hannover, Hildesheim und Lehrte offene Lernangebote an, in denen sich Migranten digitale und technische Kompetenzen aneignen können. Gefördert werden dabei nicht nur Fähigkeiten im Umgang mit Computer und Internet, sondern auch Austausch, Partizipation und Integration.

Seit dem 01.04.2010 fördert die Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen, Honey Deihimi, sowie die Landesmedienanstalt (NLM) diesen erfolgreichen Ansatz zur Übertragung auf Gesamtniedersachsen. Unter dem Titel „Integration@Partizipation.NDS“ entwickelt das Projekt abgeleitet aus vorhandenen regionalen Praxiserfahrungen gezielt ein landesweites Konzept für Bildungsangebote im Bereich der digitalen Medienkompetenzförderung für Migranten.

pict-news In Zusammenarbeit mit Institutionen, Migrantenorganisationen und lokalen Akteuren werden Bildungsangebote und -materialien entworfen. Die Projektpraxis besteht aus drei Säulen. Es wird zunächst ein Programm zur Ausbildung von Multiplikatoren erarbeitet und umgesetzt. Parallel werden ein Kurscurriculum und Lernmaterialien entwickelt. Schließlich folgt die Durchführung von Kursen für Menschen mit Migrationshintergrund in den teilnehmenden Städten.

Ziele des Projekts: Einführung und Verstetigung eines landesweiten Bildungsangebots für Menschen mit Migrationshintergrund, die in Trainings-Kursen Medienkompetenz im aktiven Umgang mit elektronischen Medien, Schwerpunkt Internet, erlangen sollen.
Bündelung bestehender Erfahrungen, um zusammen mit den Projektpartnern ein Programm zur Multiplikatorenschulung und ein Kursangebot in den teilnehmenden Städten zu entwickeln.
Die Angebote sollen geringe Zugangsbarrieren haben (kostengünstig, leicht erreichbar, individueller Zuschnitt u.ä.), um Teilnehmer mit geringen Vorkenntnissen zu erreichen.
Bereits in der Pilotphase sollen Kurse für Menschen mit Migrationshintergrund angeboten und genutzt werden – denn Integration entsteht nur durch Partizipation!

Zielgruppe:
Insbesondere sollen diejenigen angesprochen werden, die keinen Zugang zu klassischen Bildungseinrichtungen (Schule, Ausbildung, Universität, Volkshochschule, etc.) haben. Außerdem richtet sich das Projekt an Akteure aus der interkulturellen Bildungsarbeit.

Ansprechpartner:
Georg May: georgmay@projektwerkstattue.de
Oliver Hinkelbein: Oliver.Hinkelbein@s-hb.de