Die „Projektwerkstatt Umwelt und Entwicklung“ des Umweltzentrums Hannover ist teilnehmende Organisation an dem EU- Projekt „View'n'Act“. Das Projekt befasst sich mit der filmischen Erwachsenenbildung vor allem in Bezug auf die Themen Integration und Migration.
Als Fortsetzung auf das erste Treffen in Patras trafen wir uns nun in der südspanischen Stadt Granada. Nachdem jede Nation den Film „It's a free world“ in seiner Heimat gesehen hatte, wurde das Programm hauptsächlich durch die Inhalte des Filmes bestimmt.
Die Vertreter aus jedem Land haben im Voraus bei sich zu Hause eine Gruppe unterschiedlichster Menschen eingeladen, um den Film mitzuschauen.
Der Film handelt von einer jungen Frau, die urspünglich arbeitslos war, sich eine eigene Arbeitsagentur aufbaute und damit ins kriminelle Milieu Londons abrutschte.

Ihr eigener Wahn trieb sie dazu an, egoistisch und kapitalistisch illegale Arbeiter auszunutzen. Ihre eigene Gier nach noch mehr Geld wurde ihr später zum Verhängnis.
Jede Nation diskutierte über die Wirkung des sozialkritischen Filmes und versuchte die einzelnen Protagonisten zu analysieren. Des Weiteren haben die Partner über Integrationsprobleme im eigenen Land gesprochen und versucht Lösungsansätze dafür zu finden.
Bei unserem Treffen in Granada fand ein reger Austausch über unsere Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir im eigenen Land gesammelt haben, statt. Die Partner kamen aus Griechenland, Italien, Deutschland, Spanien und Lettland. Alles in allem wurde festgestellt, dass die Gesellschaft recht wenig über illegale Einwanderungen weiß und die Presse bzw. Politiker sich stärker für dieses Tabu- Thema einsetzen sollten. Oft ist den Menschen nicht klar, wie die Situation der illegalen Flüchtlinge in Europa aussieht.
Die Sichtweisen zu dieser Problematik lassen sich in Europa vor allem geografisch unterscheiden. Während in Lettland die Menschen tendenziell eher aus- statt einwandern, ist der Ansturm auf die südlicheren Länder enorm groß.
Nachdem wir unsere Informationen über den Film und der Integrationspolitik des jeweiligen Landes ausgetauscht haben, wurde weitgehend darüber diskutiert, wie man mit Hilfe von Filmen die Bevölkerung über das Thema aufklären könnte. Die verschiendenen Ideen sollen nun auf unserem nächsten Treffen bei uns in der Projektwerkstatt in Hannover umgesetzt werden. Bei diesem Treffen, das im August stattfinden wird, werden wir zu Beginn wieder einen integrationspolitischen Film schauen und danach ein Drehbuch verfassen, bei dem wir die Problematik aufzeigen wollen. Wir sind gespannt, wen wir mit unserem Film erreichen können.