Aktion

Acht Ziele. Acht Tore.10.06.2006

Die UN-Millenniumkampagne in Hannover vom 10. - 20. Juni 2006 auf dem Georgsplatz Engagement zeigen. Menschen mobilisieren. Armut bekämpfen. Unter dem Motto "No excuse - 2015" informiert und mobilisiert die internationale UN-Kampagne Bürgerinnen und Bürger. Die Installation der acht Tore ist Teil dieser Aktion. Jedes der acht Tore repräsentiert ein UN-Millenniumsziel. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg werden diese Tore vom 10.�20. Juni 2006 auf dem Georgsplatz in Hannover aufgestellt sein. Ein informatives und kulturelles Programm des hannoverschen Aktionsbündnisses wird die Ausstellung an den beiden WM-Spieltagen am 12. Juni (Ghana-Italien) und 16. Juni (Angola-Mexiko) 2006 begleiten.

Bild zum Artikel Montag, 12. und Freitag, 16. Juni jeweils 13.00 - 19.00 Uhr Infostände der beteiligten Gruppen, Aktionen, Live-Musik Gast am 12.6.: Dr. Renée Ernst, Beauftragte für die UN-Millenniumkampagne in Deutschland

Außerdem:
Do 15. Juni 20.15 Uhr - im "Apollo": Film "We feed the World"
Mo. 19. Juni im Neuen Rathaus: Fachtagung "Finanzierungsmöglichkeiten der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit"
Do 22. und Fr 23. Juni am Steintor: Infobus "Echt gerecht - clever kaufen" Wir bringen die Millenniums-Entwicklungsziele zurück nach Hause

Das Jahr 2005 ist ein Meilenstein im Kampf gegen die globale Armut. Der Millennium+5 Gipfel im September wird die dringende Notwendigkeit aufzeigen, die Aktivitäten auf allen Ebenen zu forcieren, um die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen. Um alle Sektoren der Gesellschaft zu aktivieren, sind Maßnahmen zur Bewusstseinsschaffung auf der kommu-nalen Ebene unerlässlich.
Wir, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter von Städten und Gemeinden der Welt, und Mitglieder der Weltunion der Kommunen, die wir mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in 127 UN-Mitgliedsstaaten repräsentieren, sind fest entschlossen, an der Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele mitzuwirken. Wir bekunden diese bedingungslose Entschlossenheit, indem:
wir den Millenniums-Entwicklungszielen höchste Priorität einräumen: Armut und Hunger auszurotten, allen Jungen und Mädchen den Abschluss der Grundschule zu ermöglichen, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern, die Gesundheit von Müttern und Kindern zu verbessern, die Ausbreitung von HIV/AIDS zu stoppen, die Lebensbedingungen von Slum-bewohnern zu verbessern, den Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu ermöglichen, die Umwelt zu schützen und eine globale Partnerschaft für Entwicklung zu schaffen, in der entwickelte Länder mehr und bessere Hilfe leisten, Schulden zu erlassen und faire Handelschancen zu ermöglichen;
wir betonen, dass ein dringender Handlungsbedarf auf kommunaler Ebene besteht, um diese acht Ziele bis 2015 zu erreichen;
wir die entscheidende Rolle der Kommunen zur Förderung der Gleichberechtigung der Ge-schlechter als einem Instrument der Entwicklung unterstreichen; wir das Bewusstsein fördern, dass die Millenniums-Entwicklungsziele ein Engagement der Gesellschaft als Ganzes erfordern und dass die Mobilisierung der Kommunen entscheidend für den Erfolg sein wird.

Wir, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter von Städten und Gemeinden der Welt, fordern von den Staats- und Regierungschefs, die sich am 14. September 2005 in New York zum Millennium+5 Gipfel treffen:
sich an die Versprechen der Millenniums-Erklärung zu halten und diese historische Gelegenheit zu nutzen, die Armut ein für alle Mal zu besiegen und damit eine friedlichere Welt zu schaffen;
dafür zu sorgen, dass die Millenniums-Entwicklungsziele in jedem Land erreicht werden;
die Rolle der Kommunen als wichtige und besondere Partner bei der Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele formell anzuerkennen;
die Kommunen mit den notwendigen Ressourcen und Kräften auszustatten, damit sie im Interesse der Bürger ihren vollen Beitrag leisten können, die Entwicklungsziele in jedem Land zu erreichen;
den Kommunen offiziell eine beratende Rolle innerhalb der UN für Fragen der globalen Re-gierungsführung zu geben.

Wir, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter von Städten und Gemeinden der Welt, setzen uns dafür ein:
die kommunale Selbstverwaltung durch eine verbesserte Bürgerbeteiligung und effektive Partnerschaften mit lokalen Gruppen und dem privaten Sektor zu stärken, damit die Millenniums-Entwicklungsziele bis 2015 erreicht werden; die Millenniumskampagne der Städte und Gemeinden zu starten, um den Einsatz der Kommunen und ihrer Bürger für das Erreichen der Millenniums-Entwicklungsziele zu de-monstrieren und zu fördern.

Trailer Video (4,3Mb)

Innsbruck-Erklärung
Agenda 21-Büro der Landeshauptstadt Hannover
Die Millenniumkampagne